Erste Woche in Madrid

Der Stress hat schon in Berlin angefangen, ich habe am Donnerstag den 28.08 die ganze Nacht gar nicht geschlafen und um 3:30 Uhr ging es los.
Ich bin extra mit dem Auto (Drive now) bis Adlershof gefahren, um auf keinen Fall zu spät zu kommen. Genau um 4:00 Uhr war ich am Bahnhof und nach 20 Minuten merkte ich dass es ein Problem mit der S-Bahn gab. In der Nacht zuvor hatte jemand die Leitungen der S-Bahn-Strecke in Brand gesetzt. Ich war müde, voll mit Adrenalin und voll Stress wegen der Verspätung der S-Bahn.

Um 4.50 Uhr fand ich endlich ein Taxi das mich zum Flughafen brachte und genau um 5:00 Uhr war ich am Flughafen wo ich auf eine extralange Schlange von Menschen, die vor mir waren, traf. Das erhöhte den Stress noch mehr und ich begann mich schlecht zu fühlen, hatte Bauch-und Kopfschmerzen und mir war schwindlig. Dieses Gefühl hatte ich während des gesamten Fluges nach Madrid.

Ich dachte ich würde in Madrid vom Flughafen abgeholt werden, aber es war nicht so. Ich musste dann selbst den Weg zu meiner Wohnung finden, was aber nicht so schwer war.

Nach 90 Minuten kam ich endlich dort an. Der Vermieter hatte mich vom nächstgelegenen Bahnhof abgeholt und nach Hause gebracht. Dort erklärte er mir die Hausordnung und (ich?) unterschrieb den Mietvertrag.

Die Wohnung
Die Wohnung ist total gemütlich, hat ein riesiges Wohnzimmer, 3 Toiletten mit Dusche und Badebanne, einen Hinterhof mit Möbeln, einem Esstisch und einem Grill wo man Zeit verbringen oder sich ausruhen kann. Die Küche ist etwas klein für 5 Personen, aber das kann man regeln. Die Mitbewohner sind freundlich aber ich habe nicht viel Kontakt mit ihnen, da sie fast niemals zu Hause sind.

Das Zimmer
Das Zimmer ist ganz schön, sehr hell, liegt auf der zweiten Etage und hat alles was man braucht wie ein Bett, einen Kleiderschrank, Regale und einen Schreibtisch. Es hat auch einen großen Balkon mit Blick zu den anderen Nachbarn.
Wochenende
Das erste Wochenende war für mich Ruhezeit. Ich habe fast die ganze Zeit geschlafen und erholte mich von dem ganzen Stress von Donnerstag.

Erster Tag bei Siemens
Genau um 10:00 Uhr war ich an der Rezeption von Siemens wo ich Ana Gonzalez Lamas, meine Tutorin, treffen musste. Dort bekam ich auch meinen temporären Siemens-Ausweis, den ich wöchentlich verlängern lassen musste.

Ana hat mich herzlich willkommen geheißen, und als wir im Büro waren, erzählte sie mir ihre Hauptaufgaben sowie die von der Abteilung in der Firma, Werte, Visionen sowie die Gleichstellung aller Mitarbeiter. Sie sagte mir dass sie und ihr Kollege Inaki del Rio viel Arbeit haben und sie sich über etwas Hilfe freuen würden. Sie erklärte mir eine Menge Regeln die einzuhalten sind. Dann begleitete ich sie zu einer internen Sitzung in der über den Verkauf und die Wartung des Biograph MCT Flow gesprochen wurde.

Die Arbeitsatmosphäre ist angenehm und entspannt. Ich sitze in einem riesigen Raum mit ca. 40 anderen Mitarbeitern, die sehr nett sind. Alle sind auf ihre Arbeit konzentriert und scheinen Spaß daran zu haben.
Von 10:30 Uhr bis 11:00 Uhr ist Frühstückspause, da gehen die meisten nach unten in die Cafeteria, genauso um 13:30 Uhr wenn die Mittagspause beginnt. Um 14:30 Uhr fängt es wieder an und um 17:00/17:30 Uhr ist Feierabend.

Am Dienstag stellte mir eine Technikerin den Mammomat Inspiration vor. Sie erklärte mir wie das Gerät funktioniert, welche Vor- und Nachteile es hat und wofür das Gerät eingesetzt wird. Am selben Tag begleitete ich Ana Gonzalez zu einer Konferenz wo über die Teilnahme von Siemenstechnikern an der Wartung von medizinischen Geräten in einem Krankenhaus gesprochen wurde.

Am Mittwoch traf ich andere Praktikanten und wir hatten ein Gespräch mit Ana Gonzalez, sie erklärte uns was NPS (Net Promoter Score) und SRS (Siemens Remote Service) bedeutet. Für mich war es sehr interessant zu wissen wie man ein medizinisches Gerät untersuchen kann, das tausend Kilometer entfernt ist.

Am Donnerstag habe ich das Logistiklager der Firma besucht, dort gab es verschiedene Messgeräte sowie Instrumente, mit denen medizinische Geräte in Krankenhäusern oder Kliniken untersucht werden. Der Ausflug hat Spaß gemacht, da ich viele Geräte erkennen konnte, die ich schon in der Schule gesehen hatte. Außerdem war mein Begleiter lustig.

Danach hatte ich eine kurze Einführung durch die administrative Abteilung über die Funktionalität von SAP. Aufgaben: unter anderem Aktualisierung der Geräte, Installationen, Support PDA Technische Visualisierung, Kontrolle der Materialien und Verfahren.

Am Freitag trafen Irene Trillo, eine andere Praktikantin, und ich Antonio Peréz von der Abteilung Qualität, er erklärte uns wie die Abteilung funktioniert, die Aufgaben und deren Entwicklung. Seine Abteilung kümmert sich um die Verbesserung und Exzellenz der Firma.
Antonio Peréz erweckte in mir den Eindruck, dass er von seiner Arbeit fasziniert ist. Von ihm kann ich sagen, „Er liebt seinen Job“.
Es war schon Feierabend und Wochenende, ich war zufrieden mit der vergangenen Woche. Da habe ich die Bereiche Organisation und Führung der Technik in der Medizin kennengelernt.

3.10.14 10:08

Letzte Einträge: Zweite Woche in Siemens Getafe, Woche Sechs

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